Cotton Slub Single Jersey

Cotton Slub Single Jersey ist die Bezeichnung für einen leichten, Feinstrick-ähnlichen Baumwollstoff aus Flammengarn (engl. Slub Yarn), der durch eine angenehm weiche Stoffstruktur mit an Leinen erinnernder Oberfläche gekennzeichnet ist. Als ringgesponnenes Effektgarn mit unregelmäßigen länglichen Verdickungen gehört Flammengarn aus reiner Baumwolle zu den besonders hochwertigen Feingarnen, da für die Herstellung nur Rohbaumwolle mit mittel – bis langstapeligen Fasern von hoher Qualität verwendet werden kann. Die Baumwollfasern werden durch wiederholtes Kämmen sehr sorgfältig gereinigt und in mehreren Arbeitsschritten zu einem Vorgarn verarbeitet, das anschließend in einer Ringspinnmaschine zu einem feinfädigen Garn mit den für Flammengarn charakteristischen kleinen Fadenverdickungen gesponnen wird. Single Jersey aus geflammtem Baumwollgarn ist luftig, leicht dehnbar und wirkt durch die Unregelmäßigkeit des Garnes teilweise sogar etwas durchscheinend.

Jersey wird in unterschiedlichen Materialien und Stoffgewichten hergestellt und ist in reiner Baumwolle, Baumwoll-Mischgeweben oder aus synthetischen Kunstfaserstoffen erhältlich. Den jeweiligen Garnen wird häufig ein geringer Anteil an Elasthan beigemischt, um die Elastizität und Formbeständigkeit der Stoffe zu erhöhen. Die Wertigkeit von Stoffen wird nicht nur durch die Garnart, Spinntechnik und Veredelungsverfahren bestimmt, sondern auch durch das Stoffgewicht – in der Fachsprache Grammatur genannt, das in Gramm pro Quadratmeter Stoff angeben wird und für T-Shirts aus reiner Baumwolle zwischen 120 g/qm -200 g/qm liegt.

Im Textilbereich wird Jersey bevorzugt zur Herstellung von leichten Pullovern, Kleidern, Hemden, Unterwäsche und T-Shirts verwendet, d.h. für Textilien, bei denen neben dem modischen Aspekt vor allem ein angenehmes Tragegefühl von entscheidender Bedeutung ist. In Abhängigkeit zu den jeweils verarbeiteten Materialien weisen Jerseystoffe jedoch deutliche Qualitätsunterschiede auf, die den Tragekomfort speziell bei körpernahen Kleidungsstücken wesentlich beeinflussen können.

Single Jersey aus reinen Baumwollgarnen zeichnet sich durch eine hohe Luftdurchlässigkeit und enorme Saugfähigkeit aus, während Stoffe aus Kunstfasern luftundurchlässig sind und die Schweißbildung fördern, aber nur eine sehr geringe Menge an Körperfeuchtigkeit aufnehmen können. Mangels Luftaustausch entsteht unter Synthetikstoff ein feucht-warmes Klima, das den Tragekomfort der Textilie durch ein „klebriges“ Gefühl auf der Haut deutlich mindert und auch aus hygienischen Gründen sehr unangenehm ist. Im Unterschied zu reinen Baumwollstoffen, die bis zu 20% ihres eigenen Gewichtes an Wasser bzw. Schweiß aufnehmen können und zugleich die Verdunstung der Körperflüssigkeit durch die hohe Luftdurchlässigkeit begünstigen, bleibt die Feuchtigkeit bei Synthetikgeweben auf der Haut und bildet an den Schwitzstellen unter dem Stoff einen idealen Nährboden für Bakterien unserer natürlichen Hautflora. Der frische, grundsätzlich geruchlose Schweiß und das von den Talgdrüsen abgesonderte Hautfett wird von den Bakterien durch ein Enzym auf der Hautoberfläche in die organischen Bestandteile aufgespalten. Bei diesem Zersetzungsprozess entsteht bereits nach relativ kurzer Zeit ein individuell zwar sehr unterschiedlicher, meist aber als äußerst unangenehm wahrgenommener Körpergeruch, der sich bei Kleidungsstücken aus Kunstfasern bedingt durch die fehlende Luftdurchlässigkeit deutlich schneller bildet und auch dem Stoff sehr intensiv anhaftet.

Single Jersey aus Baumwoll-Flammengarn profitiert hingegen von den guten Eigenschaften dieser im Textilbereich besonders beliebten Naturfaser und ist sehr atmungsaktiv, saugfähig , hautverträglich und trotz der Leichtigkeit des Stoffes äußerst strapazierfähig. Cotton Slub Single Jersey wird durch das Krumpfen – auch Sanforisieren genannt – veredelt, d.h. vor dem Zuschnitt wird der Stoff in einer Krumpfmaschine auf natürliche Art mit Wasserdampf und Druck behandelt (geschrumpft), so dass die aus dem Stoff gefertigten Textilien bei späteren Waschgängen nicht mehr einlaufen, ihre Farbe verlieren oder instabil in der Form werden können.

FÜR DYSTROY SHIRTS WIRD NUR QUALITATIV HOCHWERTIGER SINGLE JERSEY AUS 100% REINEM BAUMWOLL-FLAMMENGARN MIT EINEM STOFFGEWICHT VON 150g/qm VERARBEITET.



Discharge Druck

Der Discharge Druck ist ein aufwendiges Siebdruckverfahren, das auch als Ätzdruck bezeichnet wird und nur für farbige Textilien aus reiner Baumwolle bzw. Stoffe mit mindestens 80 % Baumwollanteil geeignet ist. Da Kunststoffgewebe nicht gleichmäßig entfärbt werden können, ist der Discharge Druck für Textilien aus Kunstfasern nicht verwendbar.

DYSTROY SHIRTS WERDEN NUR AUS REINEM BAUMWOLL-JERSEY HERGESTELLT UND IM DISCHARGE SIEBDRUCKVERFAHREN BEDRUCKT.

Beim Discharge Druck wird im ersten Arbeitsschritt eine Bleichtinte aufgetragen, die den farbigen Baumwollstoff im Druckbereich bis auf den natürlichen Farbton der Baumwolle entfärbt. Um den Bleichvorgang zu aktivieren und ein „Auslaufen“ der Bleichtinte an den Rändern des Druckmotivs zu verhindern muss der bedruckte Stoff für mindestens 2-3 Minuten bei einer durchschnittlichen Temperatur von 140 – 170 °C in einem Tunneltrockner getrocknet werden. Anschließend kann der Stoff in einem weiteren Druckvorgang mit Discharge Farbe bedruckt werden - einer wasserlöslichen Textilfarbe auf Acrylatbasis, der für farbige Druckmotive Farbpigmente beigemischt werden.
Nach dem Auftragen der Discharge Farbe wird die Textilie erneut bei einer Temperatur zwischen 140-170 ° C getrocknet, um die Druckfarbe durch Hitzeeinwirkung im Stoff zu fixieren. Zur Entfernung von Farbrückständen beim Ätzdruck wird der Stoff bzw. die Textilie in einem letzten Arbeitsschritt bei 30°C - 40°C gewaschen, bevor die Ware in den Handel gelangt.

Für den Discharge Siebdruck werden ausschließlich umweltverträgliche, wasserlösliche Farben ohne chemische Weichmacher verwendet, die den zuvor entfärbten Stoff im Druckbereich neu einfärben, ohne die Fasern mit der Farbe zu verschließen. Als Ergebnis entsteht ein besonders leichter, angenehm weicher Druck von hoher Waschbeständigkeit, bei dem die Farbe im Stoff verankert ist und selbst bei feinen Jerseystoffen nicht als erhabene, steife Fläche spürbar wird oder den natürlichen Fall der Textilie beeinflusst. Da der Discharge Druck beim Bleichvorgang kein reines Weiss sondern einen hellen Beigeton im Druckbereich des Stoffes ergibt, wirken farbige Motive im Discharge Druck eher mattiert denn farbbrillant und überzeugen durch einen modisch aktuellen Vintage Look.

Pflegehinweis: Textilien mit Discharge Druckmotiven dürfen nur bei Temperaturen bis 30°C gewaschen und nicht im Trockner getrocknet werden.


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FLOCKDRUCK

Beim Flockdruck unterscheidet man zwischen der aufwendigeren elektrostatischen Beflockung beim Direktflockverfahren und beflockter Folie, die als fertiges Motiv ausgeschnitten und mit einer Transferpresse unter hoher Hitze und mit starkem Druck auf den Stoff geklebt wird. Da die Flockfolie relativ dick ist und nur eine geringe Elastizität aufweist entsteht zwar ein optisch akzeptables Druckergebnis, das Tragegefühl wird aber im Gegensatz zur Direktbeflockung vor allem bei größeren Motiven auf leichten Shirt-Stoffen durch die unnachgiebige Folie als sehr unangenehm empfunden. Zudem ist die Haltbarkeit von Motiven aus Flockfolie deutlich geringer, da sich der Flock nach mehrmaligem Waschen ablöst und fusselt oder die Druckoberfläche häufig auch irreversible Knitterfalten bildet, so dass die Textilie oft schon nach relativ kurzer Zeit einen insgesamt „abgenutzten“ Eindruck macht.

DYSTROY SHIRTS WERDEN AUSSCHLIESSLICH IM HOCHWERTIGEN DIREKTFLOCKVERFAHREN BEDRUCKT.

Flock ist die Bezeichnung für Textilfasern, die aus Baumwollgarnen, Viskose - oder Kunststoffgeweben maschinell in winzigste Teilchen zerschnitten und danach in einer wasserbasierten Lösung mit verschiedenen Salzen und Gerbstoffen beschichtet werden, wodurch sie auch im trockenen Zustand nicht zusammenkleben und die erforderliche Leitfähigkeit für die elektrostatische Beflockung erhalten.

Das Direktflockverfahren ist eine besondere Art des Siebdrucks, bei dem zunächst ein wasserlöslicher Klebstoff statt Farbe in Form des Motives auf den Stoff aufgetragen und danach der Flock durch elektrostatische Aufladung der Faserteilchen auf den feuchten Kleber appliziert wird. Das elektrische Spannungsfeld wird mit Hilfe eines Hochspannungsgenerator erzeugt, an dessen Plus – und Minuspol jeweils eine Metallplatte unter dem mit Kleber versehenem Stoff und eine weitere im Inneren des Flockbehälters angeschlossen ist. Der Flockbehälter ist an der unteren Öffnung mit einem feinmaschigen Sieb versehen und direkt über dem Stoff bzw. der Textilie positioniert.

Sobald sich ein elektrisches Feld zwischen den beiden Polen – d.h. der Metallplatte im Flockbehälter und dem feuchten Kleber aufbaut schiessen die aufgeladenen Flockfasern durch das Sieb direkt in den Kleber auf der Textilie. Aufgrund der elektrischen Feldlinien, die zwischen positiver und negativer Ladung verlaufen und auf der Leiteroberfläche immer senkrecht stehen richten sich die elektrostatisch aufgeladenen Flockfasern in der feuchten Klebermasse ebenfalls senkrecht auf und bilden eine gleichmäßig leicht erhabene Oberfläche, die sich durch eine samtartige Struktur und selbst bei größeren Motiven angenehm weiche Griffigkeit auf dem Stoff auszeichnet. Zur Aushärtung des Klebers und gleichzeitiger Fixierung des Flockdrucks wird die bedruckte Textilie in einem Umluft-Ofen getrocknet und danach maschinell von überschüssigen Flockpartikeln gereinigt.

Der Flockdruck gehört zu den qualitativ hochwertigsten Druckverfahren im Textilbereich und wird bevorzugt zur Veredelung von Logos, Schriftzügen und größeren Motiven ohne Farbverlauf verwendet. Zur Darstellung von sehr filigranen Motiven mit dünner Linienführung ist der Flockdruck nicht geeignet. Die Stärke des Flockdrucks ist variabel, sollte aber unbedingt in einem angemessenen Verhältnis zum Gewicht des Stoffes gewählt werden, d.h. ein Sweatshirt verträgt einen dickeren Flockdruck als ein leichter Shirt-Stoff. Bei der elektrostatischen Beflockung im Direktflockverfahren wird ein optimales Druckergebnis in Form von farbintensiven und strapazierfähigen Motiven erzielt, die sich durch eine hohe Waschbeständigkeit bei gleichbleibend angenehm weicher Oberfläche auszeichnen und jedes Shirt auf besondere Weise veredeln.

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